Weil spielen ja so müde macht

Eine neue Woche hat begonnen und somit stehen auch neue Aufgaben für mich an. Dienstags und Donnerstags betreue ich jetzt zusätzlich die Minis mit den Schwestern. Die Kinder, die zwischen zwei und vier Jahre alt sind, hatten die Krankheit Malaria und sind nun zum auskurieren im Care Center. Hier werden sie nach ihren Bedürfnissen betreut und es wird sich Zeit für ihre Krankheitsgeschichte genommen, was Zuhause leider oft ausbleibt.
Statt morgens die Toiletten in Haus Luigi zu putzen, setze ich mich also einem maximalen Geräuschpegel der Kids in Haus B. aus.
Wenn ich zur Tür hereinkomme sammelt sich um meine Beine eine Traube lauter kuschelbedürftiger Monster an.

So viele kleine Menschen, die so großes Glück in mir hervorrufen

Sobald ich mich auf den Spielteppich setze, ist der Platz in meinem Schoß am begehrtesten. Also schmeißt sich einer nach dem anderen auf meine Beine, ohne Rücksicht auf Verluste. Heute bauen wir mit Lego-Steinen, doch bevor der Turm überhaupt zu Stande kommen kann, wird er schon umgeworfen. Besonders beliebt ist es, wenn ich mein Gesicht mit meinen Händen verstecke, bis drei Zähle und sie dann wegnehme und die Kleinen erschrecke. Auch das Alphabet können sie prima nachsprechen, einen Kreis zu bilden fällt  ihnen aber eher schwer.
Wenn jemand weint, wird er oft von einem anderen Kind in den Arm genommen. Es ist so zuckersüß, wie diese Kinder ihr Empathiegefühl entwickeln.
Dienstags ist zudem auch Badetag. Die einen genießen es in dem warmen Wasser der Badewanne sauber gemacht zu werden, für andere ist es ein Albtraum, welcher mit großem Geschrei und Tränen verbunden ist. Diese Kinder sind das Baden von Zuhause nicht gewöhnt oder verbinden ein traumatisches Erlebnis damit. Deshalb haben sie panische Angst davor, was mir beinahe das Herz bricht. Es ist also voller Körpereinsatz von mir gefragt: Ich halte Händchen, versuche beruhigende Lieder zu singen, streichel das Köpfchen und lächel ermutigend. 
Dann gibt es endlich Mittagessen, was nach diesem Akt mehr als verdient ist. Anschließend ist es dann Zeit für den Mittagsschlaf, wozu sich alle brav auf ihre Matte legen, die Augen schließen und  dann ganz friedlich atmen. 
Spielen kann ja auch wirklich anstrengend sein…

6 Kommentare zu „Weil spielen ja so müde macht“

  1. Das hört sich toll an. Hast du sie also schon alle in dein Herz geschlossen. Müssen nur die kleinen schlafen oder alle? Wie ist das Wetter gerade bei euch?

  2. Hey Janneke!

    Ich hab gerade auch mal deinen Blog entdeckt und finde ihn echt klasse.
    Ist super zu wissen wie gut es dir geht und das es dir gut gefällt und du Spaß an allem hast!!
    Freue mich schon auf mehr Einträge

    Lg, Leonie

  3. das Foto von den 6 Mäusen spricht für sich. Ein schlafendes Kind zieht seinen Betrachter
    einfach nur in seinen Bann. Herrliche Glückseligkeit.
    Der Brummer sind auch diese vielen verschiedenen Flechtwerke auf dem Kopf.
    DANKE
    MA

  4. Hi just hadchance to read your blog. Sounds like you have a lot of new friends. Hope you are enjoying yourself . From your favorite customers.Mac and Sonja.

  5. Ich vermisse DICH!
    Es ist total schön zu lesen, wie dort dein Alltag ist und ich kann mir richtig gut vorstellen wie herzlich du mit den kleinen umgehst! Das passt so gut zu dir. Du wirst das toll machen!!
    Ich freue mich schon auf den nächsten Blog!!

    Deine Ronja ❣️

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