Puzzlen? Pustekuchen!

Das „freie Spiel“ ist für die Kinder von großer Bedeutung. Nachdem sie Vomittags konzentriert, zuhören und leise sein müssen, brauchen sie einen Ausgleich und müssen ihre ganze Energie loswerden und sich richtig auspowern. Dabei ist es sehr interessant zu beobachten, auf was für kreative und durchaus auch innovative Ideen die Kinder kommen. Das Große Springseil fungiert nämlich auch prima als Schaukel, wenn man es auf beiden Seiten um die Reckstange bindet. Den Hoolahoop-Reifen kann man nicht nur um die Hüfte schwingen, sondern auch als Baskeballkorb hochhalten. Diese Spielphasen bedeuten für uns Betreuungspersonen vor allem eins: Auch wenn du nur zwei Augen hast, sie müssen überall sein! Das gestaltet sich natürlich nicht immer so einfach. Mal werden wir als Streitschlichter gebraucht, mal als tröstender Kuschelpartner, mal als ermahnende Respektperson und dann wieder als verrückter Spielkamerad.

„If you just give a little, you can recieve a lot in the childrens life“

Und gerade weil die Arbeit hier so vielfältig ist, macht sie mir großen Spaß. Dennoch ist es auch ganz angenehm, wenn wir die Kinder in Gruppen aufteilen und dann im kleinen Team spielen. Heute habe ich eine Puzzle-Gruppe betreut und gehofft, dass ich nicht mithelfen muss. Weil meine Geduld und mein Interesse für diese Art von Beschäftigung nicht ausreicht. Pustekuchen!!! Jonas hat angefangen der 2. Puzzle-Gruppe zu helfen und das wäre ja unfair. Ich glaube, sie wussten nicht, dass sie mit mir einen ganz schlechten Fang gemacht haben. Das Endergebnis waren dann frustrierte Kinder, die das 1000er Puzzle von Schloss Neuschwanstein nicht annähernd fertig bekommen haben und sich lieber aufs Wassereis konzentriert haben. Ich muss zugeben, das hätte ich nicht anders gemacht

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