Der Sonntag am Strand

Das Wochenende tut mir immer gut. So schön die Arbeit mit den Kindern auch ist, hat sie auch ihre anstrengenden und fordernden Seiten. Daher freue ich mich, wenn Freitag gegen halb 5 endlich der Feierabend eingeläutet werden kann.
Am Samstag war allerdings keine Zeit zum Ausschlafen, sondern Wäsche waschen stand auf dem Plan. Das Ganze ist hier nicht so einfach und entspannt wie Zuhause… Die Waschmaschine fordert meine volle Aufmerksamkeit und arbeitet erst richtig, wenn ich sie ständig mit großen Eimern voll Wasser befülle. Was ich zudem dazu gelernt habe: Es ist sinnvoll das Waschpulver vorher aufzulösen, wenn du keine Brösel an deiner Kleidung haben möchtest.
Und so lerne ich hier jeden Tag meine Lektionen in verschieden Bereichen.

Nach dem leckeren Frühstück am Samstagmorgen mit Bacon and Eggs helfe ich mit, die Kapelle wieder auf Vordermann zu bringen. Darauffolgend geht es per Fußmarsch in die ca. 4 km entfernte Innenstadt, um einige kleine Besorgungen zu tätigen. Dabei geht man am besten auf der linken Straßenseite, um den Schatten der Bäume bei 34° Außentemperatur ausnutzen zu können.
Abends habe ich zusammen mit den anderen beiden Freiwilligen Jonas und Luis bei der Feuerstelle in Haus Filip gegrillt und festgestellt: Es geht doch wirklich nichts über deutsche Bratwurst!

Am Sonntag Morgen waren wir in der Messe in unserer Township Gemeinde. Der Gottesdienst wird sehr gut besucht und auch wenn die Gemeindemitglieder aus eher ärmlichen Verhältnissen stammen, zieht sich jeder schick an. Grundsätzlich kann ich den Messen auf Afrikaans gut folgen, da die Elemente im Deutschen identisch sind. Aber die Predigt zu verstehen ist dann doch (noch) nicht möglich. Mein Ziel ist es jetzt erst einmal, das ‚Vater Unser‘ auf Afrikaans zu lernen.

Nach der Rückkehr aus der Kirche habe ich dann blitzschnell meine Strandtasche gepackt und dann ging es auch schon Richtung indischer Ozean. Als Proviant dienten uns die Reste vom gestrigen Grillabend. Bei 39,5° erreichten wir dann Herolds Bay. Auch wenn uns nur eine knappe Stunde Autofahrt von dem Township trennte, würden die meisten Menschen aus den armen Vierteln das Meer niemals sehen.
Nachdem ich mit den Füßen im Wasser stand, kostete es mich aber wirklich Überwindung schwimmen zu gehen, so kalt wie das Wasser war. Die bis zu 2 Meter hohen Wellen raubten mir nach und nach meine Kräfte. So wechselte ich mich zwischen Entspannung auf dem Handtuch am Strand und Nasenspülung der Extraklasse im Wasser ab.


Salty air and messy hair


Das absolute Highlight waren die Delfine, die ganz nah mit den Welle an der Küste geschwommen sind und uns Strandbesucher mit einigen Sprüngen aus dem Wasser staunen ließen. Solche wunderschönen Tiere, ich war so verzückt.

3 Kommentare zu „Der Sonntag am Strand“

  1. Hallo Janneke
    Hey aber was man so liest ist das BBQ in Südafrika so mit das grandioseste was es so gibt!
    schön auf der Feuertonne gegrillt.
    Hey aber schön zu lesen das es dir gut geht !!
    Gruß aus PB wo das Wetter auch noch ganz nett ist.
    Frank

  2. Hey Janneke,
    ich betreue die FOPOS e.V. Seite und bin natürlich sehr gespannt auf deine weiteren Blog-Einträge. Nicht zuletzt, weil ich immer auf der Suche nach Neuigkeiten und Bildern von Scrosoppi bin.
    Ich würde gern einen Link auf deinen Blog von FOPS e.V. aus setzen – ok?
    Und falls du Bilder entbehren kannst, die ich auf der FOPOS Seite verwenden darf, wäre das super!

  3. Jacqueline Seemann

    Hey Janneke,

    dazu den guten Kartoffelsalat… Ich aus OWL stelle mir gegrilltes Gemüse mit deren
    exotischen Gewürzen ziemlich lecker vor. Der Einkäufer fürs Grillgut ist der Europäer??
    Denke es kostet Mut, bisselll Überwindung alles mal zu probieren. Was ist mit Straussen-
    fleisch, hab ich noch schmackhaft in Erinnerung. Freue mich für Euch das ihr am Wochen-
    ende das Oratorium verlassen könnt und die Umgebung erkunden.
    Spazierst du jetzt alleine aus dem Oratorium in die Stadt??????
    Sonnige Grüße aus dem AltweiberSommer PB
    MA

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