Die Reise beginnt

Die Gefühle vor so einer Reise hatte ich mir immer anders vorgestellt. Es gab keine Spur von Aufregung, sondern Entspannung und Gelassenheit prägten meine Gedanken. Vielleicht war ich auch zu entspannt, denn statt mein Zuhause organisiert mit allen sorgfältig ausgewählten Dokumenten zu verlassen, endeten meine letzten Stunden in völligem Chaos. Meinen Rucksack hatte ich einen Tag vor der Abreise gepackt und all die Sachen auch nur mit großer Mühe und viel Kraft hinein bekommen. Trotzdem war es mir von Anfang an wichtig gewesen, mit „leichtem Gepäck“ zu reisen und die wirklich wichtigen Dinge in meinem Herzen mitzunehmen.
So sehr ich mich auch auf dieses Jahr freute, war der Abschied mit vielen Tränen verbunden.

Meine 28 stündige Reise nach Südafrika führte mich von Paderborn aus mit dem Auto nach Düsseldorf. Von da aus ging es über Nacht nach Johannesburg. In Südafrika angekommen, wurde ich von dem Mann am Schalter mit einem „Guten Morgen“ begrüßt. Damit zauberte er mir ein dickes Grinsen ins Gesicht, sodass mein Morgen nicht besser hätte starten können. Nach 5 Stunden Aufenthalt ging es dann per Inlandsflug nach George, wo ich freundlichst von Father Leon und Mother Barbara empfangen wurde. Unsere Fahrt ins Oratorium führte mich durch die Outeniqua-Berge, wo ich zum ersten Mal Zebras in ihrem natürlichen Lebensraum sehen konnte.

Die Fahrt durch das Township ließ mich nachdenklich werden. Solche Bilder kannte ich bisher nur aus Büchern oder Filmen, doch jetzt war es pure Realität vor dem Tor des Oratoriums, in dem ich ein Jahr Leben würde.
Menschen in so großer Armut und dennoch so freundlich! Man wird an jeder Ecke gegrüßt und angelacht. Ein Auto auf der Straße hupt und 5 strahlende Insassen winken dich an. Woher nehmen all diese Menschen ihr Lachen?

‚Happiness doesn’t depend on materialistic things.‘


Die Menschen im Oratorium sind sehr freundlich und heißen mich herzlich willkommen.
Mein Schrank war aufgrund der minimalistischen Packweise in null Komma nix eingeräumt, was sich als sehr vorteilhaft erwies. Denn so konnte ich früh schlafen gehen und mich von der langen Reise quer durch die Welt erholen.

11 Kommentare zu „Die Reise beginnt“

  1. Hey Janneke,
    super, geile Sache mit dem Block…

    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Eintrag.
    Hoffentlich konntest du das Wochenende zum Eingewöhnen und zur Entspannung nutzen.

    Beste Grüße aus Paderborn
    Papa

    1. Das Wochenende war wirklich gut zum eingewöhnen und erholen. Der nächste Eintrag folgt vermutlich morgen 🙂

      Beste Grüße an dich!

  2. Ja so ein Block ist fein! Da bist du dann nicht ganz soweit weg
    Immer schön pflegen!
    Hoffe du hast alles gut angetroffen und kannst dich gut einleben.
    Bis zum nächsten mal
    Gruß
    Frank

  3. Hallo meine Lottie,
    klasse das dein Einstieg in diese so andere Kultur
    glatt und warmherzig abgelaufen ist. Das beruhigt
    mich sehr:):) Bin sehr gespannt von den baldigen
    Erlebnissen mit den Kindern zu hören. Welche Spiele
    werden dort gespielt, wo man mindestens 10 Kinder für braucht?
    Schaukel, Sandkasten,Rutsche u. co vielleicht ??
    Mag You MA

    1. Hallo liebe Mama,
      ich erlebe hier täglich so viel, dass ich mich wirklich ranhalten muss, alles schön aufzuschreiben.
      Das Spielen mit den Kindern ist ganz variationsreich, wir spielen frei, malen, singen und vieles mehr. Eine Schaukel und einen Sandkasten gibt es nicht, dafür aber ein riesen Klettergerüsst.
      In Liebe, Janneke♡♡

  4. Hey Janneke!
    Hab grad deinen Blog gelesen und finde es echt eine gute Sache. So sind wir in Deutschland auch immer auf dem laufendem!
    Toll dass du so gut angekommen bist, ich hoffe du lebst dich weiterhin gut ein 🙂
    LG Lina

  5. Ja, super! Endlich kriegen wir Einigs auch mal was mit 😉 Ganz viel (zumindest auch) Spass in ZA mit den superfreundlichen Menschen!

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